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Über 30 Prozent der palästinensischen Kinder leiden unter schwersten posttraumatischen Belastungsstörungen. Wings of Hope will den Kindern im Nahen Osten helfen, ihre Traumata anders zu bewältigen. Wenn Opfer immer wieder zu Tätern werden, wird es niemals Frieden im Nahen Osten geben. Wings of Hope fördert Hilfe zur Selbsthilfe, und dies gelingt besonders durch die Vernetzung der Projektländer untereinander.
Insbesondere die schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen des Westjordanlands müssen dabei unterstützt werden, andere Verarbeitungsmechanismen für Stress - aktuellen und posttraumatischen Stress - zu entwickeln. Gewaltfreie Formen des zivilen Protests und der selbstbewusste Dialog palästinensischer Kinder und Jugendlicher mit ihren Altersgenossen aus Israel muss die Tradition des sich Verweigerns, Steinewerfens und "Märtyrertums" (Selbstmordattentate) ablösen.
In einer "vaterlosen Gesellschaft", wo die Väter ihrer (insbesondere in orientalischen Gesellschaften) klassischen Rolle als Beschützer und Erhalter der Familie kaum mehr nachkommen können, "verwahrlosen" zunehmend insbesondere die Jungen. Deshalb hilft Wings of Hope beim Aufbau von Selbsthilfegruppen für Väter in Bethlehem und in anderen Städten des Westjordanlands.
Wings of Hope ermöglicht Erfahrungen, die Leben verändern können. Israelische und palästinensische Jugendliche begegnen sich in der jährlichen Sommerakademie. Sie leben 14 Tage miteinander und lernen neu, was Frieden heißen kann. Wings of Hope unterstützt und begleitet die Teilnehmer beider Seiten darin, ein Netzwerk vor Ort aufzubauen, das Krisen standhalten kann.